MusicMatch Partner*innen 2019 – oh, my music!

26. März 2019

Vor einigen Jahren hob sie MusicMatch Konferenz und Festival mit aus der Taufe, war drei Jahre lang leitende Projektkoordinatorin, ist nun Chefin des Musikverlags oh, my music! und lokale Konzertveranstalterin. Wir stellen vor: Anika Jankowski.

 

Für alle, die dich noch nicht kennen: Wer bist du und was machst du genau?

 

Ich heiße Anika Jankowski und bin Chefin von Oh, my music. Omm ist ein Dresdner Musikverlag und Konzertagentur.  Als Verlegerin arbeite ich mit überwiegend regionalen Komponist*innen zusammen und kümmer mich um deren GEMA-Belange und berate sie in Fragen rund ums Musikmanagement. Als lokale Veranstalterin bringe ich nationale Größe wie „Deine Freunde“, „Migthy Oaks“ oder „Ok Kid“ nach Dresden.

 

 

Was hat dich zur Gründung von Oh, my music! bewogen?

 

Als Veranstalterin habe ich mich immer gefragt, wo das ganze GEMA Geld hingeht. Ich bin dem Strom gefolgt und habe erkannt, dass die GEMA eine starke Partnerin und eine solide Einnahmequelle auch für up and coming artists sein kann.

 

 

Wie weit reicht die musikalische Bandbreite bzw. gibt es Grenzen?

 

Meine musikalische Bandbreite ist weit aufgestellt, bei Schlager hört es aber auf! Obwohl ich privat der Klassik nicht abgeneigt bin, arbeite ich nicht mit klassischer Musik – da gibt es einfach zu viele Unterschiede zu meinem Berufsalltag.

 

 

Was ist dein persönlicher Bezug zu MusicMatch?

 

Ich habe einen starken Bezug zur MusicMatch, da ich das Festival mit einem Kreis von Enthusiasten vor einigen Jahren gegründet habe und die ersten drei Jahre auch leitende Projektkoordinatorin war.

 

 

Wo ist deine Handschrift bei MM2019 zu erkennen?

 

Im Konferenzteil findet man mich immer in den Schnittstellen zwischen Künstler*innen und Management, sowie beim Unterstützen von Frauen in der Musik. Ich liebe es die Brücke zwischen administrativ und geschäftlichen Zusammenhängen und der Kreativität zu bauen. Außerdem habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, Frauen in der Musik sichtbar zu machen und ihre Arbeit zu würdigen.

Musikalisch findet man mich mit einigen meiner Urheber*innen am Samstag Abend im Blue Note beim Oh, my music! Showcase. Mit dabei sein werden  Ella Janes aus Großbritannien, Johannes Hautop mit seinem neuen project:rubikon und Christoball und die Koketterie, mit denen ich erst ganz frisch zusammenarbeite.

 

 

Stichwort Music for a New Society – welche Themen müssen wir im Jahr 2019 als Kulturszene am dringendsten angehen?

 

Wir müssen Lücken schließen – gender gap, value gap – und vor allen Dingen die Monotonie des Radios in Sachsen abstellen. Ich würde mir auf allen Ebenen vor der Bühne, auf der Bühne, hinter der Bühne mehr Diversität und Verständnis für Eigensinn und Andersartigkeit wünschen. Lasst uns gemeinsam über den Tellerrand blicken und die Aussicht genießen.

 

 

Wir bedanken uns für das Interview und freuen uns auf die Oh, my music! – Stage im Blue Note und deine Beiträge auf der  Konferenz!