Marcus Staiger


Marcus Staiger wurde 1971 in Süddeutschland geboren und zog nach dem Abitur nach Berlin. Mit Gelegenheitsjobs hielt er sich über Wasser, arbeitet als Koch und Journalist, begann ein VWL- und Philosophie-Studium und gründete 1998 das Rap-Label Royalbunker. Mit diesem beeinflusste er nachhaltig die deutsche Hip-Hop Szene, entdeckte zahlreiche wichtige Rap-Künstler*innen und Gruppen bevor er im Jahr 2008 für drei Jahre die Chefredaktion der Internetplattform [rap.de](http://rap.de/) übernahm. Seit 2011 arbeitet Staiger als Industriekletterer, freier Autor und Moderator für Medien wie SPEX, Berliner Zeitung, FAZ, JUICE, vice, noisey, vice.TV und 2014 erschien sein Roman „Die Hoffnung ist ein Hundesohn“.

Marcus Staiger veröffentlicht wöchentlich mit dem Rapper Mauli den Podcast „Die wundersame Rapwoche“, in dem die beiden prominente Gäst*innen zum kurzweiligen Gespräch bitten. Er gilt allgemein als einer der wichtigsten Stimmen und Meinungsmacher des Deutschen HipHops. Aktuell arbeitet er mit dem RBB und Radio Fritz an einem noch unveröffentlichten Podcast Projekt, das in 2021 das Licht der Welt erblicken wird.

Seit vielen Jahren ist Marcus Staiger auch in antirassistischen Zusammenhängen aktiv und beschäftigt sich hauptsächlich mit den politischen Rahmenbedingungen, die Menschen zu Geflüchteten machen und unter denen diese dann leben müssen. Er sieht einen direkten Zusammenhang zwischen den Verhältnissen, die auf der einen Seite die Menschen zu Flucht und Migration zwingen und den Verhältnissen unter denen diese Menschen dann wiederum hierzulande zu leiden haben. Unter dem Motto Solidarität muss politisch werden, versucht er im Rahmen seiner Arbeit beim Bündnis für bedingungsloses Bleiberecht aus Berlin, in Zusammenarbeit mit Betroffenen, politische Inhalte in die praktische Arbeit mit Geflüchteten einzubringen. Denn die Gesetze und wirtschaftlichen Regeln unter denen die Welt zu leiden hat, werden zu großen Teilen in den Zentren der westlichen Welt gemacht.

Marcus Staiger lebt und arbeitet in Berlin.

Interviews: “Music for a new society”