Referenten

Alexander Hacke
Alexander Hacke, Schulabrecher, Hausbesetzer, genialer Dilettant. Der 1965 in Berlin geborene Musiker, Komponist und kosmopolitische Nomade ist seit 1980 Mitglied der Band Einstürzende Neubauten, die für ihren experimentellen Stil weltweit geschätzt werden. Immer ihrer Zeit voraus, entwickelt die Band zur Jahrtausendwende mit Hilfe von Erin Zhu eine Internet-basierte, von jeglicher Musikindustrie unabhängige Produktionsplattform, das sogenannte „Supporter“-Projekt das ihnen in den Jahren 2001 bis 2008 einen enormen Output an Veröffentlichungen ermöglicht und sie damit zu den Erfindern des heute allgegenwärtigen „Crowdfunding“ macht.

Foto: Mote Sinabel

Andrea Goetzke
Andrea Goetzke arbeitet seit mehr als 10 Jahren interdisziplinär als Kuratorin und Kulturproduzentin in Berlin, mit einem Schwerpunkt auf Musik, Diskurs und Radio. Seit dem Frühjahr 2020 hat sie das Programm COLLECTIVE PRACTICES mitkuratiert und hat dort viel Erfahrung mit kollektiver Praxis im digitalen Raum machen können. Mit dem Projekt Picnic FM bringt sie während der Pandemie Musik in den öffentlichen Raum. Andrea Goetzke ist Teil von Music Pool Berlin, hat 10 Jahre lang das Torstraßenfestival in Berlin organisiert, und macht die Sendung Beyond bei ByteFM. Sie hat in den letzten Jahren als Kuratorin und Organisatorin an Projekten u.a. mit dem Haus der Kulturen der Welt, Ableton Loop, der re:publica und dem Goethe Institut gearbeitet. Zuvor hat sie sich u.a. mit Projekten der Digitalkultur und Open Source beschäftigt.

Andreas Kohl
Andreas Kohl oder auch Der Kanzler betreibt in Borkheide bei Berlin seit 1999 das Label Exile on Mainstream Records und seit 2003 sie Promotionsagentur Southern Germany, welche bis 2008 Ableger von Southern Records war. Andreas Kohl ist für das South of Mainstream-Festival verantwortlich. Lange Zeit war Kohl Redakteur bei Visions und bei der Persona Non Grata.

Anika Jankowski
Sie kennt die Musikwirtschaft aus allen Blickwinkeln. Seit über fünfzehn Jahren ist sie als Veranstalterin tätig (u.a. Dresdner Thanks Jimi Festivals, music:match Konferenz & Festival und Deutsch-Kanadisches Songcamp). Seit 2018 veranstaltet Sie in Sachsen im Namen der Agentur „Sunset Mission Konzerte“.

Neben der Veranstalterinnentätigkeit wird Anika Jankowski auch abseits der Bühne für die Musikszene aktiv. Die ist stolze Besitzerin des Musikverlags: Oh, my music! publisher und vertritt aktuell 43 Urheber*Innen.

Netzwerkarbeit ist ihr liebstes Hobby, weshalb Sie sich als Vorstand von "Wir gestalten Dresden" und als Musikbeauftragte des Landesverbandes für Kultur- und Kreativwirtschaft engagiert.

Anna Blaich
Anna Blaich, M.A., hat Musikbusiness an der Popakademie Baden-Württemberg (Mannheim) und Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik und Theater, Institut KMM (Hamburg) studiert. Nach verschiedenen Positionen in der Musikbranche war sie als Projektmanagerin Export bei der Initiative Musik u.a. für den deutschen Gemeinschaftsauftritt Germany @ SXSW 2018 (German Haus & German Pavilion) in Austin, Texas, sowie für die deutsche Beteiligung im Bereich Musikexport im Rahmen des EU-Programms „Music Moves Europe“ verantwortlich. Seit 2018 ist sie als Projektmanagerin in der Kulturellen Stadtentwicklung bei NEXT Mannheim tätig. Außerdem ist sie stellvertretende Vorsitzende der Bundesstiftung LiveKultur und im Vorstand des Eventkultur Rhein-Neckar (Verband der Clubbetreiber, Veranstalter & Kulturereignisschaffenden der Metropolregion Rhein-Neckar e.V.) tätig, ist Mittinitiatorin der IG Clubkultur Baden-Württemberg und Mitglied der Kulturpolitischen Gesellschaft.

Anne Krämer
Anne Krämer ist Stadtplanerin und Mediatorin. Aktuell im Methodenreferat der Fakultät Architektur und Sozialwissenschaften/HTWK Leipzig und in freien Projekten tätig. Fokus auf Beteiligungsverfahren und Fachveranstaltungen zu Themen der Stadt-/Ortsentwicklung und Baukultur sowie zu konkreten Planungsvorhaben, Leerstandsmanagement und Quartiersarbeit. Mitarbeit am Forschungsprojekt „Kreative Produktionsstä(d)te" zur niedriginvestiven Sanierung von Industriebauten für die Kreativwirtschaft (rb architekten, 2014).

Foto: Anune Fotologie

Ben Zschorn
Ben Zschorn studierte Jura und Musikwissenschaften mit den Schwerpunkten Urheberrecht und Medienrecht. Bei seiner Arbeit bei Kultur Aktiv koordinierte er internationale Projekte mit dem Schwerpunkt Musik. In Zusammenarbeit mit Festivals v.a. in Osteuropa verhilft er deutschen Bands auf internationale Bühnen.
Seit 2016 gestaltet er MusicMatch mit, für 2018 übernimmt er die Projektleitung.
Ben Zschorn ist selbst als Musiker aktiv und setzt sich seit 2016 für eine strukturelle Förderung der Popularmusik in Sachsen und die Schaffung einer Musikzentrale Sachsen ein.

Berthold Seliger
Berthold Seliger ist Autor und seit 33 Jahren Konzertagent und Tourneeveranstalter. Zuletzt erschienen von ihm unter anderem „Vom Imperiengeschäft“ (2019, aktuell 3.Auflage), „Klassikkampf“ (2017, aktuell 2.Auflage) und „Das Geschäft mit der Musik“ (2013; aktuell 7.Auflage).

Boris Paillard
Boris Paillard betreut seit 2019 die zwei Technikförderprogramme für Livemusikspielstätten Digi-Invest und TE-SA bei der Initiative Musik. Seit dem Sommer 2020 arbeitet er auch an den neuen NEUSTART-Kultur Förderprogrammen für Clubs, Festivals und Veranstalter:innen. Außerdem ist er seit 2017 der Leiter der thematischen Veranstaltungsreihe African Beats & Pieces in Berlin.

Caren Lay
geboren in Neuwied; Caren ist Soziologin (studiert in Marburg, Frankfurt/M, Pennsylvania und Berlin), politisch sozialisiert in der Umwelt-, Frauen- und Friedensbewegung, war von 2004 bis 2009 Landtagsabgeordnete in Sachsen für DIE LINKE, seit 2009 sächsische Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Bautzen, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE und Sprecherin für Wohnungs- und Mietenpolitik, außerdem Initiatoren des fraktionsübergreifenden Parlamentarischen Clubforums im Bundestag . Sie ist privat begeisterte Club-Gängerin, hat lange in Dresden gelebt und freut sich sehr auf die Veranstaltung.

Constanze Müller
Constanze Müller ist Kuratorin, Kunstvermittlerin, Mitbegründerin und Geschäftsführerin des D21 Kunstraum e.V. Seit 2010 kuratiert und organisiert sie unterschiedlichste Projekte. Ihr thematischer Fokus liegt auf interdisziplinären und partizipativen Projekten zu den Entwicklungen von urbanen Räumen, dem Einfluss eines Ortes auf die künstlerische Produktion sowie Wende- und Nachwendeerfahrungen. Constanze Müller ist zudem kulturpolitisch in verschiedenen Gremien wie der Initiative Leipzig+Kultur tätig.

Foto: Manuel Emmelmann

Daniel Siebert
Daniel Siebert studierte an der Freien Universität Berlin Musikwissenschaft, vergleichende Musikwissenschaft und Soziologie, promovierte an der Universität zu Köln zum Thema “Musik im Zeitalter der Globalisierung” und arbeitet als freiberuflicher Musikwissenschaftler und Dramaturg.

Enna Miau
Enna Miau ist: Sängerin, Songschreiberin, Kinderbuchautorin, Netzwerkerin, Muse, Mama, Content Creator, schreibt Blogs und Gedichte. In ihrer Freizeit engagiert sich Enna für mehr Sichtbarkeit für Musikfrauen in Sachsen. Außerdem ist sie ein echtes Netzwerkwunder.

Enno Bunger
Enno Bunger, 34, ist eigentlich Musiker; Songschreiber, Pianist und Sänger, veröffentlichte 2019 sein viertes Album via Sony/Columbia, die dazugehörige Tour besuchten über 9.000 Zuschauer*innen. Der Wahlhamburger lebt für und von seinen Konzerten, die Pandemie lässt ihn trotzig werden. Genervt vom schlechten Sound bei Videokonferenzen gründet er zusammen mit Softwareentwickler Timo Mämecke micdrops, ein Startup für Videokonferenzen mit guter Soundqualität, und spielte darüber zwischen November 20 und März 21 bereits über 100 private Onlinekonzerte.

Felix Buchta
Felix Buchta ist Gründungsmitglied des objekt klein a und Vorstand des aus diesem Dresdner Clubkultur-Projekt erwachsenen Fördervereins. Schon vor Abschluss seines Studiums der Soziologe an der TU Dresden war Buchta in der (Club)Kultur-Vermittlung aktiv, sei es als Veranstalter und oder als Mitinitiator des Szenenetzwerks Tolerave. Seit Anfang 2020 ist er zudem Vorstand und Pressesprecher des Klubnetz Dresden. Vor dem Hintergrund der Pandemie beteiligt er sich zudem am Aufbau des Landesverbandes der sächsischen Clubs und Livemusik-Spielstätten "LISA - Live Initiative Sachsen".

Hanna Mauksch
Hanna Mauksch hat Geographische Wissenschaften und Internationale Umweltplanung studiert. In ihrer Masterarbeit untersuchte sie die Umsetzungspotentiale von Umweltschutzmaßnahmen in Berliner Clubs. Sie war an verschiedenen Club- und Festivalprojekten beteiligt und ist nun als Referentin für Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement tätig.

Inéz Schaefer
Inéz ist in Saarbrücken geboren und aufgewachsen. Sie ist halb deutsch, halb schweizerisch und hat jüdische und niederländische Wurzeln. Nach einem kurzen Aufenthalt in Köln, studiert sie Jazzgesang an der Musikhochschule in Dresden. 2016 gründet Inéz mit dem Schlagzeuger Demian Kappenstein die Band ÄTNA. Sie produzieren zwei EPs und geben Konzerte in Amsterdam, Brüssel, Venedig, London, Tallin, Ljubljana, Helsinki, Moskau, St. Petersburg und
Istanbul sowie auf namhaften Festivals wie Montreux Jazz Festival, Elbjazz Hamburg, JazzOpen Stuttgart, Reeperbahnfestival, Eurosonic und der Fusion. 2019 werden ÄTNA für die VUT Indie Awards nominiert. Im Februar 2020 erscheint ihr Debütalbum gefolgt von einer ausgedehnten Europatour und einer Medienpartnerschaft mit Deutschlandfunk und Arte. Gemeinsam mit GRANOLA-Studios Berlin veranstalten sie das weltweit erste virtuelle 3D Live-Konzert mit mehr als einem Musiker gleichzeitig in der virtuellen Welt YABAL. Darüber hinaus gewinnt ÄTNA in diesem Jahr als erste deutsche Band den internationalen Musikpreis ANCHOR AWARD. Im selben Jahr kuratiert Inéz gemeinsam mit Sebastian Studnitzky und Julien Quentin das erste RESONANZEN-Festival in Saarbrücken.

Seit 2015 arbeitet Inéz Schaefer als Dozentin für Gesang an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden. Neben ihrem Hauptprojekt „ÄTNA“ kollaboriert sie mit der NDR Bigband, Martin Kohlstedt, Dendemann, Marteria, Casper, The Krauts, Seeed, Mine, Meute, Alli Neumann, Farhot, den Grandbrothers, Sirius Mo, Solomun und
komponiert Filmmusik u.a. für den Kinoilm „Wanda“.

Johannes Wünsch
Johannes Wünsch ist ein Geograph, Musiker und Kulturdienstleister aus Leipzig, gemeinsam mit Konrad Hartig unter dem Label klangeskort plant, berät und veranstaltet er diverse Veranstaltungen/Events/Streams. Dazu plant und arbeitet er an der Entwicklung Leipziger Industriebauten wie der GarageOst und ist bei dem jungen Orchester ensemble reflektor als Projektmanager und Tourplaner tätig.

Foto: Manuel Emmelmann

Jörg Kosinski
Jörg Kosinski ist Geograph, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Wissenstransfer (Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie IMW), Stadtentwicklung. Er ist ehrenamtlich aktiv im Vorstand des gemeinnützigen Vereins LiveKommbinat Leipzig e.V., der Zusammenschluss Leipziger Clubs und Livemusikspielstätten.

Joshua Peschke
Als autodidaktischer Musiker, Grafiker und studierter Medieninformatiker ist Peschke seit Jahren und in vielerlei Hinsicht im Kollektiv um das Dresdner objekt klein a tätig. Mit dem ersten Lockdown reifte dort die Idee einer virtuellen und interaktiven Kopie der Clubräume, die Peschke mittels Photogrammetrie und 3D-Simulation umsetzte und seit Ende des Jahres betreut und weiter optimiert.

Judith Beckedorf
Judith Beckedorf ist freischaffende Musikerin und Musikpädagogin. Sie spielt Gitarre, Mandoline und Banjo, ist Singer/ Songwriterin und hat in Dresden und in Nashville, TN gelebt. Kürzlich erschien ihr Solo Debütalbum "Behind The Blue Sea", im April 2021 erscheint das Debüt "Talking To Space" ihres Folktrios "Standard Crow Behavior". Mit der Niederländerin Karlijn Langendijk und dem Inder Vivek Advani gründete sie 2018 "MusiSHEans", ein internationales Netzwerk zur Förderung weiblicher Musiker. Außerdem ist Judith Gründungsmitglied von Music S Women*, ein sachsenweites Netzwerk mit dem Ziel, mehr Sichtbarkeit für sächsische Musikfrauen* zu schaffen.

Foto: Manfred Pollert

Juliane Richter
Juliane Richter ist Kunsthistorikerin und promoviert an der Bauhaus-Universität Weimar zu einem Thema des internationalen Architektur- und Wissenstransfers. Sie war Vorstandsmitglied des D21 Kunstraum und hat mit diesem ein Kunst-Architektur-Festival im Leipziger Plattenbaugebiet Grünau organisiert (RASTER BETON, 2016). Außerdem arbeitet sie als Journalistin für das Fachmagazin des Bund Deutscher Architekten BDA. Ihre Hauptinteressen gelten der Architekturgeschichte und -theorie seit der Moderne, der kritischen Stadtforschung, Zeitgeschichte und der zeitgenössischen Kunst und Kultur.

Foto: Manuel Emmelmann

Katja Lucker
Die in Norddeutschland geborene Katja Lucker begann ihre Karriere 1990 in Berlin als Schauspielerin, bevor sie sich erfolgreich als Kulturmanagerin selbständig machte. Zu ihrem Portfolio gehören u.a. das Kesselhaus in der Kulturbrauerei, der Karneval der Kulturen sowie Arbeiten am Haus der Berliner Festspiele u.a. mit Karlheinz Stockhausen. Von 2007 bis 2012 arbeitete sie als Projektleiterin Kreativwirtschaft für die RUHR.2010. Daneben engagierte sich Katja Lucker in diversen Berliner Musiknetzwerken und war Mitglied verschiedener Jurys der Berliner Musikförderung. 2012 wurde Katja Lucker von Klaus Wowereit als damaliger Regierender Bürgermeister von Berlin berufen das Musicboard aufzubauen, um neue Impulse für die Berliner Popmusikszene zu setzen. Seit 2015 firmiert das Musicboard als landeseigene Musicboard Berlin GmbH mit Katja Lucker als Geschäftsführerin. Unter Katja Luckers Leitung ist das Musicboard zudem seit 2015 für die Organisation des Pop-Kultur Festivals verantwortlich und richtete 2018 erstmals die Fête de la Musique in Berlin aus.

Konrad Hartig
Konrad Hartig ist Musiker und Medienschaffender. Er spielt für verschiedenste Ensembles und Institutionen wie ensemble reflektor und die Semperoper Dresden. Neben seinen musikalischen Projekten begleitet er eine Fülle von Audio- und Videoproduktionen. Dabei entstanden CD-Aufnahmen, Musikvideos, Live-Mitschnitte und Dokumentationen unter anderem für den sächsischen Musikrat, diverse Bands und Solokünstler*innen. Gemeinsam mit Johannes Wünsch realisiert er über das Label klangeskort vielfältige Veranstaltungen/Events/Streams.

Kordula Kunert
Kordula Kunert hat 2020 an der Universität Leipzig ihr Masterstudium in Kulturwissenschaften/Kulturmanagement abgeschlossen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Institutionalisierung und Vernetzungen von Subkulturen, sowie das Thema Nachtbürgermeister:innen und andere Nachtkulturvertretungen. Sie ist seit 20 Jahren in der Leipziger Sub- und Clubkultur aktiv und ist seit 2015 Teil des Kollektivs Institut für Zukunft. 2014 war sie Mitbegründerin des Clubverbandes LiveKommbinat Leipzig e.V. und handelt als Vorstandsvorsitzende gemeinsam mit Leipziger Clubbetreiber:innen deren Interessen und grundsätzliche Verbesserungen der kulturpolitischen Lage in Leipzig mit der Stadt aus. Anfang des 2019 erschien ihr Artikel über das Leipziger Clubsterben im Transit-Magazin. 2020 wurde im Rahmen des Balance Festivals ihr Artikel "Not My Institution - Potenziale und Probleme institutioneller Allianzen in der Clubkultur" veröffentlicht.

Kristoffer Cornils
Kristoffer Cornils ist freier Kulturjournalist und redaktioneller Mitarbeiter des Magazins field notes für zeitgenössische Musik und Jazz und schreibt für diverse Publikationen wie DJ Lab, HHV.de Mag oder ZEIT Online. In zwei anderen Leben war er auch mal Redakteur bei Groove und Spex.

Lisa Andersohn
Seit 2019 ist Lisa Andersohn Teil des Teams für Musikclubförderung bei der Initiative Musik. Als Projektmanagerin betreut sie hier das Förderprogramm Live 100. es unterstützt Musikclubs bei der Durchführung von Kleinkonzerten, sogenannten Grassroot-Konzerten und ist 2020 zum ersten Mal gestartet. Außerdem betreut sie die bundesweite Clubstudie der Initiative Musik. Als ehemalige Geschäftsführung eines kleinen Musikclubs für Jazz, Folk und experimentelle Musik in Berlin kennt sie die Perspektive der Betreiber*innen aus erster Hand.

Marcus Staiger
Marcus Staiger wurde 1971 in Süddeutschland geboren und zog nach dem Abitur nach Berlin. Mit Gelegenheitsjobs hielt er sich über Wasser, arbeitet als Koch und Journalist, begann ein VWL- und Philosophie-Studium und gründete 1998 das Rap-Label Royalbunker. Mit diesem beeinflusste er nachhaltig die deutsche Hip-Hop Szene, entdeckte zahlreiche wichtige Rap-Künstler*innen und Gruppen bevor er im Jahr 2008 für drei Jahre die Chefredaktion der Internetplattform [rap.de](http://rap.de/) übernahm. Seit 2011 arbeitet Staiger als Industriekletterer, freier Autor und Moderator für Medien wie SPEX, Berliner Zeitung, FAZ, JUICE, vice, noisey, vice.TV und 2014 erschien sein Roman „Die Hoffnung ist ein Hundesohn“.

Marcus Staiger veröffentlicht wöchentlich mit dem Rapper Mauli den Podcast „Die wundersame Rapwoche“, in dem die beiden prominente Gäst*innen zum kurzweiligen Gespräch bitten. Er gilt allgemein als einer der wichtigsten Stimmen und Meinungsmacher des Deutschen HipHops. Aktuell arbeitet er mit dem RBB und Radio Fritz an einem noch unveröffentlichten Podcast Projekt, das in 2021 das Licht der Welt erblicken wird.

Seit vielen Jahren ist Marcus Staiger auch in antirassistischen Zusammenhängen aktiv und beschäftigt sich hauptsächlich mit den politischen Rahmenbedingungen, die Menschen zu Geflüchteten machen und unter denen diese dann leben müssen. Er sieht einen direkten Zusammenhang zwischen den Verhältnissen, die auf der einen Seite die Menschen zu Flucht und Migration zwingen und den Verhältnissen unter denen diese Menschen dann wiederum hierzulande zu leiden haben. Unter dem Motto Solidarität muss politisch werden, versucht er im Rahmen seiner Arbeit beim Bündnis für bedingungsloses Bleiberecht aus Berlin, in Zusammenarbeit mit Betroffenen, politische Inhalte in die praktische Arbeit mit Geflüchteten einzubringen. Denn die Gesetze und wirtschaftlichen Regeln unter denen die Welt zu leiden hat, werden zu großen Teilen in den Zentren der westlichen Welt gemacht.

Marcus Staiger lebt und arbeitet in Berlin.

Mareen Korndörfer
Mareen Korndörfer ist Sozialpädagogin, Bestandteil eines Veranstaltungskollektivs der elektronischen Musikszene sowie Mitglied des gemeinnützigen Vereins Tolerave e.V. aus Dresden. Der Tolerave installierte im Zuge eines Förderprojektes 2018 die Kontaktstelle "NO-GO!", bei der Diskriminierungserfahrungen aus dem Nachtleben anonym(isiert) gemeldet werden können und bei Bedarf eine Verweisberatung angeboten wird. Mareen kann dementsprechend auf einige Erfahrungswerte in der Antidiskriminierungsarbeit sowie beim Auf-/Ausbau von Awarenessstrukturen zurückgreifen. Ihre Tätigkeiten ermöglichten ihr bisher einen vielfältigen Blick hinter und vor die Kulissen soziokultureller und/oder musikalischer Events.

Foto: Loquita Pictures/ Scala Islandfuchs

Martin (Martl) Vejmelka
Martin Vejmelka, Jahrgang 1982, gründete nach seinem Zivildienst in der Scheune Dresden 2001 sein erstes Unternehmen krasscore ent. als Event-Agentur für Parties & Konzerte. Die ersten fünf Jahre veranstaltete er verschiedenste HipHop und Funk & Soul Events parallel zu seinem BWL-Studium an der TU Dresden. Anschließend erweiterte er das Tätigkeitsfeld vor allem im Konzertbereich und das Veranstalter-Dasein wurde zum Haupterwerb. Die Agentur existiert bis heute und veranstaltet unter anderem die beliebten Dresdner Party-Formate „Juicy“ und „Goodies“. Des Weiteren ist er seit 2012 der Manager des DJ Weltmeisters und Produzenten ESKEI83. 2014 gründete er gemeinsam mit den Berliner Partnern aus der Landstreicher Firmenfamilie die Landstreicher Kulturproduktionen GmbH, welche als örtlicher Veranstalter Konzerte von Club bis Arena-Größen im gesamten Osten Deutschlands organisiert & durchführt. Vejmelka ist geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens, welches Büros in Dresden & Leipzig unterhält. In normalen Zeiten beschäftigt die Firma ca. zwölf Mitarbeiter und veranstaltet rund 200 Shows pro Jahr von Rostock bis Zwickau, wobei der überwiegende Teil der Konzerte in Leipzig & Dresden stattfindet. Seit 2018 ist Martin Vejmelka darüberhinaus mit der Landstreicher Kulturproduktionen GmbH Mitbetreiber des Felsenkeller Leipzig.

Mirca Lotz
Mirca ist mit ihrer Kreativagentur [fwd:like waves] als Veranstalterin und Kuratorin, mit einem Fokus auf interdisziplinäre Formate und besonderen Veranstaltungsorten tätig (in der Vergangenheit u.A.beim Filmfest München, den Virtual Worlds, innen.aussen.raum oder der Manic Day Parade). Interaktion und Partizipation sind dabei stets zentrale Elemente. 2017 hat sie das erste internationale Frauen* Showcase Festival & Konferenz “We Make Waves” 2017 organisiert und ist seit 2017 als „Music Innovator“ im internationalen Keychange Projekt. Zudem hat sie 2018 das Bayerische Netzwerk für Frauen* in der Musik „musicBYwomen“ mitgegründet und ist seit 2019 im Board der Music Women* Germany. 2020 hat sie eine Agentur für Diversity, Awareness Arbeit und Safe(r) Spaces “Safe The Dance” mitgegründet. Sie hält regelmäßig international Vorträge und Workshops u.a. zum Thema Gender Equality, Safe(r) Spaces, Awareness. Für den 21. April plant sie im Rahmen der ℅ Pop ein dezentrales Netzwerktreffen “Network The Networks” für alle in Deutschland aktiven FLINTA* Netzwerke und Kollektive.

Philip Brehmer
Geboren in Berlin - arbeitet Philip Brehmer seit 2011 als Musiker/-pädagoge und Veranstalter in Dresden. Nach seinem Studium an der HfM in Dresden und der Belmont University in Nashville gründete er seine Agentur Ballroom Booking (2018) und später Ballroom Culture gUG (2020). Neben seiner Tätigkeit als Festivalleiter des DRESDNER DRUM & BASS FESTIVALs und Gründer der Kunst.Raum.Konzerte ruft er nun 2021 sein neues Projekt KONSUMGUT:OST - ein Festival mit angelehnter Akademie zur Förderung der sächsischen Popkultur - gemeinsam mit dem Bandbüro Chemnitz e.V. ins Leben.

Sean Prieske
Sean Prieske studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Newcastle University Musikwissenschaft, Medienwissenschaft und Germanistische Linguistik. Er arbeitet als Musikwissenschaftler, Musiker und Kulturveranstalter und verfasst seine Promotion zu “Musik und Selbstverortung im Fluchtkontext” an der HU Berlin.

Sebastian Haas
Sebastian Haas studierte Jazz-Trompete an der Hochschule für Musik Dresden und ist seit fünf Jahren als Dozent dort tätig. Er engagiert sich politisch als Sprecher der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an der Musikhochschule und als Delegierter der Deutschen Orchestervereinigung. Zusammen mit anderen Jazzmusiker:innen gründete er im August 2020 den Jazzverband Sachsen, der mit seinen 120 Mitgliedern die Interessen der Jazzszene vertritt. Der Jazzverband sieht seine Aufgabe in der Vernetzung, organisiert Weiterbildungsangebote und ist mit den politischen Entscheidungsträger:innen im ständigen Austausch.

Simon Wolf
Simon Wolf ist Geschäftsführer von [Kultur Aktiv](https://kulturaktiv.org/). Der Dresdner Verein pflegt seit knapp 20 Jahre vielfältige Kontakte zu Küsterinnen und Künsten in Mittel- und Osteuropa, auf dem Balkan und im Kaukasus. Bei Projekten werden immer wieder auch politische und soziale Themen der Partnerländer aufgegriffen. Die Entwicklungen der Kunst- und Kulturszene verfolgt und begleitet der Verein seit seiner Gründung.

Simon Wolf hat selbst ein Jahr unweit der belarusischen Grenze in Polen gelebt und ist dort in Kontakt mit der traditionellen Osteuropäischen Musik gekommen. Aufenthalte in Belarus und der Ukraine haben die Netzwerke über die Jahre intensiver werden lassen.

Steffen Kache
STEFFEN KACHE ist seit 1992 Betreiber der Leipziger DISTILLERY und hat 2010 das TH!NK?, ein elektronisches Livemusikfestival in Leipzig, mit ins Leben gerufen.

Seit 2016 Vorstandsmitglied der LIVEKOMM, dem Bundesverband der Musikspielstätten in Deutschland, begleitet er seit mehr als zwei Jahren dort den Posten des Schatzmeisters.

Innerhalb der LIVEKOMM kümmert sich Steffen Kache um den Erhalt der Clubs in der AG Kulturraumschutz und arbeitet in der AG Club der Zukunft an neuen Konzepten und Ideen, die sich im Moment jedoch hauptsächlich in Öffnungskonzepten aus der Coronakrise ausdrücken.

Als die Existenz seines Clubs in Leipzig durch ein Immobilienprojekt gefährdet wurde, gründete er gemeinsam mit weiteren Leipziger Akteur*innen die Leipziger Club- und Kulturstiftung und tritt mit dem Projekt „Gleisdreieck“ an, die Leipziger Clubkultur zu erhalten und neue Räume nicht nur für Clubs zu schaffen. Als nachhaltiges Zukunftsprojekt sollen im "Gleisdreieck" unter anderem die Ideen aus der AG Club der Zukunft real werden.

Susann Grossmann
Susann Grossmann ist Kulturmanagerin und freischaffende Musikerin. Sie hat in Görlitz, Prag und Merseburg Kultur- und Medienwissenschaften studiert und kümmert sich nach einer Projektleitungstätigkeit für die Notenspur Leipzig seit 2020 um das Veranstaltungs-und Projektmanagement der Fakultät Informatik und Medien an der HTWK Leipzig. Sie ist Mitgründerin des Netzwerks „Music S Women*“, das sich für die Sichtbarkeit und Chancengleichheit von sächsischen Musikfrauen* stark macht.

Als Musikerin und Songwriterin hat sie an diversen Songcamps in Deutschland und Kanada teilgenommen und mehrere Konzerttourneen durch Deutschland unternommen. Mit ihrer Band MOONMIND hat Susann bis 2020 eigene Musik veröffentlicht. Im Februar diesen Jahres wurde sie darüber hinaus bei den Wedding Awards Germany als Gewinnerin in der Kategorie „Entertainment | Live-Musik zur Trauung“ ausgezeichnet.

Foto: Marcus Engler

Tobias Conrad
Tobias Conrad ist seit 2017 als Projektmanager beim Bandbüro Chemnitz, einem Netzwerk der Chemnitzer Musikszene, tätig. Hier verantwortet er verschiedene Veranstaltungsreihen und Projekte sowie die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins. Er hat Medienkommunikation an der TU Chemnitz studiert und war von 2013 - 2017 mit verschiedenen deutschsprachigen Künstler*innen als Merchandiser auf Tour.

Vera Ohlendorf
Vera Ohlendorf studierte Philosophie und Kulturmanagement an der Universität Leipzig sowie Kultur- und Medienmanagement an der Freien Universität Berlin. Seit 2018 ist Vera bei der LAG Queeres Netzwerk Sachsen als Bildungsreferentin tätig. Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Queeres Netzwerk Sachsen, gegründet 2016, ist der Dachverband der sächsischen Organisationen und Vereine, die sich für die gleichberechtigte Teilhabe von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen sowie queeren Menschen einsetzen. Derzeit hat der Dachverband 16 Mitglieder. Die LAG vertritt die Interessen ihrer Mitglieder landesweit vor Ministerien, Behörden und Fachpolitiken des Freistaats Sachsen und arbeitet mit zivilgesellschaftlichen Verbänden, Institutionen und Unternehmen zusammen.