MusicMatch 2024

02. + 03. Mai

Zentralwerk, Dresden

KONFERENZ / PROGRAMM

Let’s connect! Musikverbände, -netzwerke und -initiativen im Spotlight

© Christin Nitzsche

Gemeinsam erreichen wir mehr und haben dabei auch noch Spaß – soweit so bekannt. Doch wer setzt sich eigentlich alles für die Interessen von Musiker*innen, Clubs, Labels oder Verlagen ein? Welche Angebote gibt es? Was für Projekte werden umgesetzt? Welche Arbeit geschieht hinter den Kulissen? Und wie kannst du Mitglied werden oder dich engagieren?

Wir werfen einen Blick auf eine vielfältige Palette von Verbänden, Netzwerken und Initiativen aus der Musikszene – von bundesweit bis lokal. Hier hast du die Möglichkeit, mehr über ihre Arbeit zu erfahren und persönlich ins Gespräch zu kommen. Entdecke, wer die Musiklandschaft gestaltet und finde heraus, wie du dich einbringen und vernetzen kannst.

Termin

Fr. 03.05.24
15:00 Uhr
bis 16:00 Uhr
Zentralwerk
Kabinett

Speaker*in

KKDD
© ihr_gossenpoet
KulturKollektiv e.V.

vertreten durch Lucca Miró

Das KulturKollektiv Dresden hat sich im Sommer 2022 nach dem verheerenden Brand im Industrie-gebiet gegründet, um die Knappheit von Freiräumen für die kreativen Köpfe der Dresdner Kulturszene zu bekämpfen. Nicht nur die Proberaumsituation in Dresden sondern auch die schon lang im Raum schwebende Debatte um „nichtkommerzielle spontane Freiluftpartys“ – oder umgangssprachlich „Freeteks“ genannt – wird von dem jungen Verein wieder weiter in den Vordergrund geschoben. Außerdem wurde die Veranstaltungsreihe KONTAKT ins Leben gerufen, bei der verschiedene Akteur*innen der Dresdner Kreativszene eingeladen werden kooperativ eine Veranstaltung zu planen, um sich zu vernetzen, Ressourcen auszutauschen und neues Publikum zu erreichen.

LUCCA MIRÓ

„Als ich die Flammen hinter meinem Proberaum sah war ich nicht nur geschockt. Ich wusste auf einmal wie viele Leute in Dresden, genau wie ich, Lust haben sich von der Kultur unserer Stadt inspirieren zu lassen und diese zu bereichern. Ich fühle mich hier zu Hause, weil es so viele kreative Köpfe gibt, mit denen man sich weiterentwickeln und von denen man etwas lernen kann. Als Musiker habe ich nun schon in vielen Dresdner Bands unterschiedlichste Instrumente gespielt. Das fesselndste Projekt, an dem ich teilhaben darf ist das KulturKollektiv Dresden. Wir sind nicht Dynamo, Bosch oder die Semperoper, aber wir brauchen als Kulturszene auch eine Stimme in dieser Stadt, da wir sie genauso beleben wie alle anderen und diese Stimme muss laut sein. Ich bin unheimlich froh und dankbar diese Szene vor Stadtrat, Verwaltung und anderen Institutionen vertreten zu dürfen und möchte mich damit bei allen bedanken, die Dresden etwas bunter machen.“

Bands:

The Red Skunks (Gitarre, Gesang) @the.red.skunks

Mila kann lachen (Gitarre, Schlagzeug, Keyboard) @milakannlachen_band

POP IMPULS Boos
© Helen Boos
POP IMPULS

vertreten durch Helen Boos

Das Anliegen von POP IMPULS ist es, Popularmusik als integralen Bestandteil der Musiklandschaft Sachsens stärker sichtbar zu machen, Akteur:innen in ihrer Kreativität zu motivieren und zu unterstützen.

Dabei bieten wir Musiker:innen aus allen Bereichen der Popmusik (egal ob Dubstep, Noise-Rock, Dream-Pop, Trap etc…) die Möglichkeit, durch Workshops und Talks ihre Fähigkeiten zu erweitern und sich zu professionalisieren. Um den Austausch und die Vernetzung der sächsischen Musikszene voranzu-bringen, organisieren wir regelmäßig Veranstaltungen an verschiedenen Standorten.

Zur nachhaltigen Förderung der Popmusik in Sachsen, arbeiten wir im bottom-up-Prinzip und finden im direkten Austausch mit der Szene heraus, welche Bedarfe tatsächlich vorhanden sind.

Unser Ziel ist es, Aufmerksamkeit und Verständnis für die Bedürfnisse der Musikschaffenden zu schaffen und langfristig geeignete Fördermöglichkeiten zu entwickeln.

HELEN BOOS

ist seit Dezember 2021 Projektkoordinatorin von POP IMPULS. Seit April 2023 ist sie nebenberuflich bei der Agentur Kumpels & Friends Artists am Start.

KS_G. Pfeiffer
© Gretel Pfeiffer
KREATIVES SACHSEN

vertreten durch Gretel Pfeiffer

KREATIVES SACHSEN  ist Mutmacher und Impulsgeber für Kultur- und Kreativschaffende in ganz Sachsen. Wir vernetzen, informieren und supporten, sind Begleiter für neue Ideen und eröffnen Perspektiven für Kooperationen. Wir setzen uns für mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung der Branche ein und bieten Qualifizierungsangebote, Netzwerk-veranstaltungen und kostenfreie Beratungen an, um die Kultur- und Kreativwirtschaft in Sachsen produktiv und nachhaltig zu stärken. Mit dem im Oktober 2021 gestarteten Branchenfokus POP bietet KREATIVES SACHSEN verstärkt Vernetzungsangebote, Workshops und Beratungen für die sächsische Musikwirtschaft an. Ziel ist es, allen Akteur:innen im Bereich Popularmusik und Popkultur in Sachsen Unterstützung in musikwirt-schaftlichen Belangen zu geben, auch vor dem Hintergrund der zu erwartenden langfristigen Auswirkungen in Folge der Corona-Pandemie.

Träger ist der Landesverband der Kultur- und Kreativwirtschaft Sachsen e.V.. Das Sächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr finanziert und unterstützt das Projekt maßgeblich.

GRETEL PFEIFFER

Der Zugang zu Musik kam für Gretel klassisch: Gitarrenunterricht, Nirvana gehört, Songs geschrieben, Band gegründet. Die Musik ist seither ihr geliebtes Hobby und wurde mit Entdecken Organisationstalents beim selbst initiierten BEAT im BEET – Festival und Forum 2019 in Pirna auch ihr Job. Bei KREATIVES SACHSEN organisiert sie Vernetzung und Workshops für Musikschaffende und setzt Kooperationen mit Showcase-Festivals um. Außerdem moderiert sie Panels und Netzwerktreffen. In ihrer Freizeit ist sie als Sängerin, Gitarristin und Songwriterin in Leipzig und Dresden und Bookerin beim GoBeach Festival im Schloss Sallgast (Brandenburg) unterwegs.

VUT Schemion
© Yannic Schemion
VUT

vertreten durch Yannic Schemion

Der Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen e. V. (VUT) vertritt die Interessen der unabhängigen Unternehmer*innen der deutschen Musikwirtschaft. Als Dienstleister bietet der VUT seinen Mitgliedern ein breites Spektrum an Beratungs-, Informations- und Serviceleistungen. Dazu zählen unter anderem die Mitglieder- und Rechtsberatung, Aus- und Weiter-bildungen, der Abschluss von Rahmen-verträgen, Rabatte, die Bereitstellung von Musterverträgen sowie regelmäßige Branchen-newsletter. Darüber hinaus leistet der VUT durch seine praxisbezogene Beratung einen Beitrag dazu, den Nachwuchs der Musikwirtschaft auf dem Weg in die Musik-wirtschaftswelt zu begleiten und gezielt zu fördern.

YANNIC SCHEMION

In seiner Jugend studierte Yannic Schemion zunächst MySpace, um Helena Hauff, Trümmer oder Roosevelt als völlig unbekannte Künstler*innen für sein Festival auf einem Bauernhof in Schleswig-Holstein zu buchen. Anschließend Rechtswissen-schaft in Kiel und Leipzig – seither ist er aus Sachsen nur noch gelegentlich herauszu-locken. Von 2018 bis 2022 Neighbouring Rights Manager bei Cargo Records und p.r.o. agency, seit 2022 Copyright Manager bei ROBA. Stellvertretender Sprecher des VUT-Ost, zuständig für Netzwerkarbeit und Interessenvertretung der unabhängigen Musik-wirtschaft in Ostdeutschland.

PRO MUSIK 1
© Pascal Swoboda/Stephanie Dathe
PRO MUSIK

vertreten durch Kerstin Meyer & Stephanie Dathe

PRO MUSIK hat sich 2021 während der Corona-Pandemie aus der Erfahrung heraus gegründet, dass wir freischaffenden Musikerinnen und Musiker keine Interessenvertretung hatten. Diese Lücke zu füllen ist unser Anspruch. Dabei verstehen wir uns als Schnittstelle, die in zwei Richtungen funktioniert:

Auf der einen Seite wollen wir in die Musiker*innen-Szene reinhören, was Probleme bereitet und Lösungen vermitteln, so es sie bereits gibt. Und auf der anderen Seite wollen wir die Bedarfe gebündelt an die Politik weitergeben und erklären, wie man es aus unserer Sicht besser machen könnte. Ziel ist es dabei immer das Arbeitsumfeld für die freischaffenden Musiker*innen in Deutschland zu verbessern und mehr Menschen für diesen erfüllenden Beruf zu begeistern.

KERSTIN MEYER

Seit ihrem siebzehnten Lebensjahr verbringt Kerstin Mayer viel Zeit bei Konzerten. Mehr als ein Jahrzehnt war sie dabei auch hinter den Kulissen aktiv. Anschließend arbeitete sie in diversen Medien-unternehmen, bevor sie das Thema Kulturförderung kennen und lieben lernte. Sie verbrachte mehrere Jahre als Projektbetreuerin bei der Initiative Musik und übernahm danach die Leitung der Finanz-verwaltung der Amadeus Antonio Stiftung, die Initiativen gegen gruppenbezogene Menschen-feindlichkeit supportet.

2020 machte Kerstin sich selbständig und berät seitdem Musikschaffende bei der Beantragung und Durchführung von Förderprojekten, gibt Workshops und Seminare oder übernimmt Projektmanagement-aufgaben. 2022 in den Vorstand des Bundesverband Popularmusik (BV Pop) gewählt. Darüber hinaus engagiert sie sich bei Second Bandshirt, einem Verein, der gespendetes Bandmerchandise verkauft und die Erlöse an gemeinnützige Zwecke weitergibt und hat als neuesten Streich einen Popchor für Flintas gegründet.

Bei PRO MUSIK baut sie zusammen mit ihrem Kollegen Lukas Berg das bundesweite Kompetenz-zentrum für freischaffende Musiker*innen „Artist Elevator“auf und kuratiert das „Starterkit Selbständigkeit“.

STEPHANIE DATHE

arbeitet & lebt in Leipzig, wo sie seit frühester Kindheit eine umfassende vertiefte musikalische Ausbildung an der HMT Leipzig erhielt. Ihr Klavierstudium, Musik- und Instrumentalpädagogik sowie EMP ermöglichen ihr eine umfassende Künstlerisch & pädagogisch Arbeit in der Musikvermittlung. Unter der Marke arssynerga betreibt sie u.a. das ensemble arssynerga und eine Schule für musisch-ästhetische Bildung. Regelmäßig produziert sie Musiktheaterstücke. Kenntnisse in Musikmanagement, BWL & MVM erwarb sie berufsbegleitend. Als soloselbständige Künstlerin & Musikpädagogin ist sie seit 2002 freischaffend tätig, & kreiert mit großer Vorliebe crossover & open air – Projekte an ungewöhnlichen Orten. Als Vorsitzende des Berufsverbandes in Sachsen setzt sie sich seit 2005 u.a.leidenschaftlich für musische & kulturelle Bildung, der Wertschätzung der Musikberufe und deren Faire Vergütung ein. Seit Juli 2023 ist sie im Vorstand von PRO MUSIK Verband freier Musikschaffender tätig und leitet den PRO MUSIK Länderverbund Mitteldeutschland, den sie zeitgleich zusammen mit ihrer Kollegin Felicitas Ressel ins Leben rief. Das erste Papier zu Honoraruntergrenzen kam aus Sachsen im Jahr 2009. Seitdem wurde viel erreicht. Die Themen und Expertisen sind inzwischen bundesweit präsent.