Konferenzprogramm

Freitag, 21.04.2017

12:00 Uhr - Scheune
Eröffnungsveranstaltung

Feierliche Eröffnung der MusicMatch Konferenz

Panel-Sprache: Deutsch

13:00 Uhr - Scheune
Musikzentrale Sachsen – Braucht Sachsen ein Popbüro?

- Präsentiert von Nils Burchartz // Sächsisches Zentrum der Kultur- und Kreativwirtschaft -

Dieses Panel ist eine Fortsetzung von der MusicMatch 2016 wo unter dem Titel „Music is my job? - Standortfaktor Musikwirtschaft in Sachsen“ der Stellenwert der sächsischen Musikwirtschaft am heimischen Arbeitsmarkt eruiert wurde. Als Ergebnis der Gesprächsrunde wurde festgestellt, dass in Sachsen zwar qualitativ hochwertige Popularmusik veröffentlicht wird, die Lebens- und Arbeitsumstände der Musikschaffenden jedoch prekär sind. Die Einkommen sind extrem gering und es fehlen generell die Musikwirtschaftspartner, wie Labels, Verlage sowie die Zusammenarbeit mit den Radiostationen u.v.m. Als möglichen Ausweg aus der Misere wurde die Gründung einer Institution vorgeschlagen, welche sowohl Ansprechpartner für Politik als auch für die Szene fungiert.

Im Panel „Musikzentrale Sachsen“ möchten wir deshalb mit Vertretern aus Politik, Branchenverbänden und Förderinstitutionen besprechen, welche Aufgaben eine solche Institution leisten müsste. Außerdem möchten wir die Rahmenbedingungen für institutionell gefördert Träger und deren Geschäftsformen erörtern. Wir stellen uns auch der Frage, ob Popmusikförderung nicht auch wesentlich umfassender gedacht werden muss, als nur von der kreativwirtschaftlichen Seite. Wir wagen einen Blick in die Sozio- und Jugendkultur, der Talentförderung und auch die Förderung von Infrastruktur (Thema Proberäume)...

Panel-Sprache: Deutsch

Speaker/Moderator: Nils Burchartz, Torsten Tannenberg, Aline Fiedler, Jan Keilhauer, Thomas Früh, Christian Rost

13:00 Uhr - Scheune
Pop & Politik

Popmusik war einmal politisch aufgeladen, Rockmusik stand für Rebellion und Widerstand. Das hat sich geändert, und Popmusik ist nun beides: einerseits Opium für die Massen, andererseits Identitäts- und Zugehörigkeitsstifter. Von der subversiven und zerstörerischen Kraft des Rock, Punk und anderer Formen der Musik bis hin zu affirmativen und nationalistischem Essentialismus bietet Musik ein große Bandbreite politischer Anschauungen. In welcher Weise kann Musik als ein Werkzeug für Propaganda, Gemeinschaft, Ideologie oder politische Programme genutzt oder missbraucht werden? Expert*innen politischer Popularmusik diskutieren sowohl das radikale, refomatorische Potential der Popmusik, als auch ihre Rolle als Unterstützung für autoritäre Machtstrukturen.

Panel-Sprache: Englisch

Speaker/Moderator: Alexander Nym, Yvonne Kunz, Mr. Ivo Saliger (alias Ivan Novak / Laibach)

15:00 Uhr - Scheune
Clubsterben – Die Gentrifizierung aus Veranstalterperspektive

- Präsentiert vom Sächsischen Zentrum der Kultur- und Kreativwirtschaft -

Die Gentrifizierung quillt aus allen Ecken. Dabei handelt es sich um ein Phänomen der modernen Stadtentwicklung. Einst arme und baufällige Viertel ziehen kreative und deshalb meist auch arme Menschen an. Je mehr Kreative, desto bunter und lauter und schöner wird das Viertel, weshalb es bald als Geldquelle ausfindig gemacht wird und anschließend einem Sanierungswahn unterliegt. Die Mieten in den frisch gestrichenen Häusern steigen extrem und ziehen nun nicht nur die armen Kreativschaffenden an, sondern auch Menschen mit mehr Geld, Familie und einer eigenen Vorstellung von idyllischem Leben in der Stadt.
Der Nachteil einer solchen Entwicklung ist das oft alteingesessene Musikclubs den neuen Lebensvorstellungen weichen müssen, da Lärmpegel, das Partypublikum und sowieso der ganze Rock´n´Roll nicht mehr ins neue Bild passen. Oder doch? Wir wollen Licht ins Dunkel bringen.

Panel-Sprache: Deutsch

Speaker/Moderator: Magnus Hecht, Julia von Wild, Christian Rost, Steffen Kache, Olaf Möller

15:00 Uhr -
Vortrag: Laibach, Nordkorea & „The Sound of Music“

- Mit freundlicher Unterstützung der Wilhelm-Külz-Stiftung -

Im Sommer 2015 feierte die Demokratische Volksrepublik Nordkorea den 70. Jahrestag der Befreiung von der Japanischen Besetzung. Niemand anderes als die berüchtigten Musikpropagandisten und Popprankster von Laibach, der berühmten slowenische Kunstgruppe, bekannt für ihre provokanten Analysen der Beziehung von Popkultur und Ideologie, wurden eingeladen, um zu diesem Anlass aufzutreten – eine Reise, die nicht nur die Band selbst in Gefahr brachte, sondern mit Unglauben von den westlichen Medien aufgenommen wurde.

Laibachsprecher Ivan Novak erzählt die Geschichte dieses außerordentlichen, subversiven Manövers und wie die Gruppe es schaffte, Songs von „The Sound of Music“ trotz diplomatischen Drucks, Zensur und der ständigen staatlichen Kontrollen zu spielen.

Panel-Sprache: Englisch

Speaker/Moderator: Mr. Ivo Saliger (alias Ivan Novak / Laibach)

15:00 Uhr -
Musik und Integration – zwischen staatlicher Förderung und freiem Spiel der Kräfte

Was haben Helene Fischer und Bushido gemeinsam? Sie sind in Deutschland mit ihrer Musik erfolgreich – und sie haben einen Migrationshintergrund. Doch nicht nur Mainstream und Major Labels fahren darauf ab. Viel spannendes Potenzial bietet auch die Musikszene in Sachsen. Das beweist die große Resonanz des Projekts „Integra“ von Kultur Aktiv e.V., bei dem sich über 60 sächsische Acts zu dem genannten Thema für einen Festivalauftritt in Osteuropa beworben haben. Zusammen mit den Festivalmachern wollen wir diskutieren, wie Musik jenseits der ethnischen, nationalen und sozialen Herkunft funktioniert – in Sachsen, Deutschland und Europa. Denn: Musik ist eine Chance für viele, die es sonst eher schwer haben. Musik kann integrieren. Doch wie geht das am besten? Durch staatliche Förderung oder durch das freie Spiel der Kräfte auf dem Markt oder in der Szene? Einfache Antworten gibt es nicht, denn beide Seiten haben gute Argumente!

Panel-Sprache: Englisch

Speaker/Moderator: Marcus Oertel, Andrej Steinmark, Alona Dmukhovska, David Gaydecka, Alexey Murashov

17:00 Uhr - Scheune
Integration und Inklusion im Clubbetrieb

Das Publikum im Club ändert sich. Das war schon immer so. Eine neue Qualität hat der offensive Umgang mit der eigenen, weltoffenen Haltung und dem Widerspruch zum ursprünglichen, exklusiven Clubgedanken. Die bewusste Öffnung der Clubs für Geflüchtete und Neuankömmlinge geht einher mit den Bemühungen, die Schutzraum-Funktion eines Clubs aufrecht zu erhalten. Es geht also nicht nur um Fragen der Security, sondern es geht um Haltungen, die hinter der jeweiligen Einlasspolitik stehen. Wer den exklusiven Clubgedanken an der Türe umsetzt, darf dies natürlich nicht nach rassistischen Kriterien tun. Und trotzdem ist der Umgang mit problematischen Cliquen, die eine ganze Veranstaltungsreihe kaputt machen können, nicht einfach. Schlüsselrollen kommen wahrscheinlich der Programmierung und der Kommunikation zu. Bestimmte Veranstaltungsformate ziehen problematisches Publikum eher an, als andere. Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kompetenz sind da schon selbstverständliche Ansätze.
Welche Herausforderungen stellt das an die Clubs?
Welche Rezepte gibt es?
Welche Diskussionen verlaufen intern?

Panel-Sprache: Deutsch

Speaker/Moderator: Steffen Kache

17:00 Uhr - Scheune
Das Chaos bändigen – Veranstaltungssicherheit

Das Panel gibt eine Einführung in die Grundbegriffe der Veranstaltungsorganisation und stellt die lokalen Herausforderungen in Dresden dar. Frank Schröder Mitorganisator des „Stadtfest Dresden“ gibt gemeinsam mit Magnus Hecht, Koordinator der „Bunten Republik Neustadt“, einen Blick hinter die Kulissen der Organisation von Großveranstaltungen in Dresden.
Auf folgende wichtige Fragen der internationalen Veranstaltungsorganisation gibt das Panel Antwort:
Was war das denn?
Ist Anarchie die höchste Form der Veranstaltungsorganisation?
Warum sollten alle rausgehen und feiern während sie ihre eigene Sicherheit auf's Spiel setzen?

Panel-Sprache: Englisch

Speaker/Moderator: Borek Jiřík, Magnus Hecht

18:00 Uhr -
Buchvorstellung: Jihad Rap

- Trotzdem // Alaunstraße 81 -

Gerappte Bekenntnisse zum militanten Jihad sind künstlerisch-kulturelle Kristallisationspunkte im Chaos der globalen Kommunikation: manchmal kluge Husarenstücke, provokante Perspektivenwechsel oder Ausdruck muslimischer Redefreiheit. Aber auch Illustration maximalen Stumpfsinns, effektives Marketingtool oder plumpe Propaganda.
Jihad Rap zeigt, dass New York und London keine gemütlichen Melting Pots mehr sind, sondern schnelle Brüter, an deren Rändern sich Traditionen, Glauben, Pop und Kommerz zu einem vielköpfigen Bastard vereinen. Im Jihad Rap geschieht beides, der huntingtonsche Clash wie die Verschmelzung der Kulturen.

Panel-Sprache: Deutsch

Speaker/Moderator: Yvonne Kunz

Samstag, 22.04.2017

13:00 Uhr - Scheune
Kann ich nicht – mach ich aber selber! Do-It-Yourself trifft auf Weiterbildung

Die Musikbranche, vor allem in Sachsen, lebt von einer ausgeprägten Do-It-Yourself Mentalität. Es gibt kaum Musikwirtschaftsschaffende, sei es im Label-, Verlags-, Club- oder Agenturbereich, die eine tatsächliche Ausbildung in dem jeweiligen Berufszweig genossen haben. Auch viele Musiker*innen bringen sich die geschäftliche Seite des Arbeitsalltags zur Not einfach selbst bei.
Welche Vorteile es haben kann auch ab und an mal an Weiterbildungen teilzunehmen, welche Angebote passen und welche nicht, das besprechen wir hier.

Panel-Sprache: Deutsch

Speaker/Moderator: Anika Jankowski, Kirsten Grebasch, Selina Pavlitschek

13:00 Uhr - Scheune
You’re welcome! How to get my band to Germany?

Der Deutsche Markt ist attraktiv für viele ausländische Bands. Doch in Deutschland Fuß zu fassen ist nicht so einfach. Es gibt lang bestehende Strukturen und enge Netzwerke. Dort Zugang zu finden ist mit viel Anstrengung verbunden. Doch auch wenn Neuem oft Skepsis entgegenschlägt, ist es immer wieder bereichernd zu sehen und zu hören, was außerhalb der eigenen Grenzen für Musik gemacht wird.
In der Diskussion sprechen Experten aus verschiedenen Bereichen der Musikwirtschaft Sie arbeiten seit vielen Jahren mit ausländischen Bands zusammen und sprechen über die Herausforderungen für Bands und Agenturen, ihre Musik nach Deutschland zu bringen. Einige der Fragen, die diskutiert werden: Wie platziere ich ausländische Bands in deutschen Locations und Festivals? Welche Möglichkeiten gibt es, Kontakte zu knüpfen und mit wem kann ich zusammenarbeiten? Welche Art von Musik funktioniert in Deutschland besonders gut?

Panel-Sprache: Englisch

Speaker/Moderator: Frank Schöne, Tino Grasselt, Mirca Lotz, Melissa Perales

13:00 Uhr - Scheune
Vorstellung: Wahlprüfsteine LiveKomm

Die Live Musik Kommission - Verband der Musikspielstätten in Deutschland e.V. (Kurzform: LiveKomm) besteht nun schon seit 2012 und vereint mehr als 400 Musiclubs und kleinere Festivals unter ihrem Dach. Für diese macht sie auf Bundesebene Lobbyarbeit und entwickelt die hiesige Clubkultur mit aktuellen Themen weiter. Die gesellschaftliche Rolle von Popularmusik und die damit einhergehenden Strukturen und Mechanismen dienen der LiveKomm als Argumentation, warum sich die Politik und öffentliche Verwaltung deutlicher und bemerkbarer unserer Kultur widmen sollte. Die anstehende Bundestagswahl im September bietet den notwendigen Anlass, Kandidatinnen und Kandidaten der verschiedenen Parteien und die Parteien selber zu den Anliegen der LiveKomm Stellung beziehen zu lassen. Aus den Bemühungen, einen Forderungskatalog an die Politik zu verfassen, sind in diesem Zusammenhang Wahlprüfsteine geworden um deren Beantwortung im Moment bei den Politikerinnen und Politikern gebeten wird. Am Ende werden deren Antwort in eine Wahlempfehlung der LiveKomm eingearbeitet, die flächendeckend in den Clubs und bei den Festivals an das Publikum verteilt wird. Die LiveKomm ist sich sicher, so eine Wahrnehmbarkeit für die Themen zu erreichen. Um welche Themen handelt es sich dabei?
Es geht in den Wahlprüfsteinen zum Beispiel um Gesundheitsprävention im Club, also auch um Drogenpolitik. Es geht Lautstärkeproblematik in den Städten und um Lösungsansätze dafür. Es geht um Urheberrecht und Verwertungsgesellschaften wie die GEMA.
Die Wahlprüfsteine werden ausführlich vorgestellt und mit dem Publikum diskutiert.

Panel-Sprache: Deutsch

15:00 Uhr - Scheune
GEMA – Freund oder Feind?

Über kaum eine Institution in der Musikindustrie herrschen so starke Meinungen und zugleich so viel Unwissen wie über die GEMA, die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte.
2016 war ein turbulentes Jahr für die GEMA. Sie hat sich nach jahrelangem Rechtsstreit mit YouTube auf eine Lizenzzahlung geeignet und feiert damit einen der größten Erfolge in ihrer hundertjährigen Geschichte. Zeitgleich setzte der Piratenpolitiker Bruno Kramm per Gericht durch, dass die GEMA Tantiemen nicht pauschal an Musikverlage ausschütten darf oder dass Musikverlage nicht pauschal an Tantiemen beteiligt werden dürfen. Mit den eingeladenen Gästen möchten wir über die Reformen der GEMA aufklären, gängige Praxen hinterfragen und alle Teilnehmer auf den neuesten Wissensstand zum Thema Urheberrechtsgesetze, GEMA und Tarife bringen.

Panel-Sprache: Deutsch

Speaker/Moderator: Anja Przybilla, Bruno Kramm, Olaf Möller

15:00 Uhr - Scheune
The rare species – Women in music industry

- Präsentiert vom Sächsischen Zentrum der Kultur- und Kreativwirtschaft -

Von außer betrachtet scheint die Musikwirtschaft eine exklusiv männliche Domäne zu sein. Wenn wir an Frauen und Musik denken, dann sind die ersten Bilder, die uns durch den Kopf gehen, Bilder von Pop Stars wie Britney Spears. Aber wo sind die Frauen hinter den Kulissen, die weiblichen Dealmaker? Wir reden von Frauen, die in all den verschiedenen Bereichen des Musikgeschäfts arbeiten, aber die etwas gemeinsam haben: ihr großartiges Gespür für Kreativität und Geschäftsmöglichkeiten.
Wir wollen diskutieren, warum immer noch so wenig Frauen auf und hinter der Bühne präsent sind. Welche besonderen Fähigkeiten brauchen die Panelistinnen in ihrer täglichen Arbeit und welche sind für die Arbeit in der Musikwirtschaft wichtig? Natürlich werden wir auch einen Blick auf die Hindernisse werfen, denen Frauen ausgesetzt sind und welche Rahmenbedingungen sich ändern müssten im die Musikwirtschaft diverser zu machen.

Panel-Sprache: Englisch

Speaker/Moderator: Anika Jankowski, Kristin Amparo, Monika Satková, Mirca Lotz, Melissa Perales

15:00 Uhr - Scheune
MusicMatch Musikvideoshow

Schon in den 80er Jahren entwickelten sich Musikvideos zu einem wichtigen Vermarktungstool für Musik. Diese Entwicklung erreichte in den 90ern ihren Höhepunkt, als unglaubliche Summen in die Produktion solcher Musikvideos flossen. Auch heute erfreuen sich Musikvideos riesiger Beliebtheit. Die heutige Technik erlaubt es dabei auch finanziell weniger ausgestatteten Künstler*innen sich selbst auf der Leinwand zu betrachten. Dabei ist die Vielfalt an Musikvideos eben so groß wie die an Genres.
Wir haben sächsische Bands aufgefordert ihre Musikvideos an uns zu schicken. Für die MusicMatch Musikvideoshow haben wir die schönsten ausgewählt. Dabei stand nicht die Professionalität im Vordergrund, sondern kreative Ideen, der künstlerische Anspruch, das Besondere, so dass Do-it-yourself-Produktionen Videos die gleichen Chancen hatten wie professionelle Produktionen.

Panel-Sprache: Deutsch

17:00 Uhr - Scheune
Es tönet das Hinterland – Clubs auf dem Lande

Die Rolle von Popularmusik in der Gesellschaft beschränkt sich nicht auf ästhetische Aspekte. Für größere Städte ist der Einfluss von Clubkultur auf die Entwicklung von Stadtteilen und die Ausprägung eines bestimmten Images seit einigen Jahren unwidersprochen. Stadtentwicklung greift diese Erkenntnis mittlerweile auf und verarbeitet sie. Die Problematik von Gentrifizierung wird auch von vielen Akteuren der Popularmusik engagiert bearbeitet.
Im ländlichen Raum dominiert dagegen das Thema von Wegzug und problematischer Perspektive. Gerade für junge Menschen ist das Jugendhaus, der Musikclub, das soziokulturelle Zentrum häufig ein Anker und in seiner Funktion nicht zu unterschätzen. Wie schafft man es als Musikspielstätte, dauerhaft in kleinen Städten und Mittelzentren ein ambitioniertes Programm anzubieten, welche Voraussetzungen sind wichtig, wie unterscheidet sich die Arbeit dort von der Arbeit in größeren Städten? Das Panel wird die Frage nach den besonderen Rahmenbedingungen und Spielräumen stellen. Und nicht zuletzt stellt sich die Frage: Was kann eine zukünftige Musikzentrale Sachsen für diese Orte guter Musik tun?

Panel-Sprache: Deutsch

Speaker/Moderator: Magnus Hecht, Andreas Nowak, Sven Lippmann, Frauke Rippin, Frank Schöne

17:00 Uhr - Scheune
Goodbye Merkel? – We wanna play abroad!

Sich mit der Band in der Region einen Namen zu machen ist schön und gut. Aber was ist nötig, um auf internationalen Bühnen zu spielen? Wie kommt man dorthin, womit fängt man an? Wichtig sind die richtigen Kontakte. Doch diese aufzubauen fällt nicht immer leicht. Der Besuch der MusicMatch 2017 ist schon mal ein guter Anfang. Spannende Menschen der Musikbranche aus mehr als zehn Ländern treffen sich hier. Gibt es eine bessere Möglichkeiten einen Gig-Partner außerhalb Deutschlands zu finden? Kleiner Tipp: die Pausen Nutzen, Kaffee, Tee und Bier trinken, Visitenkartentauschen und das beste drauß machen.
Im Panel gibt es darüber hinaus zahlreiche Hinweise von den erfahrenen Sprecher*innen. Sie erzählen einerseits, wie sie es auf internationale Bühnen geschafft haben, welche Missgeschicke zu vermeiden sind und welches Vorgehen sich bewährt hat. Aus der Perspektive internationaler Booker_innen wird außerdem erzählt, was Bands leisten müssen, um eine Plattform geboten zu bekommen.

Panel-Sprache: Englisch

Speaker/Moderator: Vaclav Havelka, Monika Satková, Martin Grellmann

17:00 Uhr - Scheune
„Exercises with Stones“ – international Poster exhibition planning workshop

Dieses Panel widmet sich der Fortsetzung der internationalen Posterbiennale “Poster nEUROPA”, welches seit anbeginn Teil des ClubnEUROPA Festivals und der MusicMatch ist. Im Workshop selbst treffen sich verschiedene Akteure, die bereits bei der Posteraustellung mitgemacht haben und zukünftig daran teilnehmen wollen. Es werden die bisherigen Ereignisse vorgestellt und es wird kreativ an zukünftigen Ausstellungsräumen, Künstler*innen und Darstellungsweisen gearbeitet.

Panel-Sprache: Englisch

Speaker/Moderator: Holger Wendland